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01. Das Modell
02. Kokain
03. Alter Mann



01. Das Modell

Sie ist ein Modell und sie sieht gut aus
Ich nehme sie heut gerne mit zu mir nach Haus
Sie wirkt so kühl an sie kommt niemand ran
Doch vor der Kamera da zeigt sie was sie kann

Sie trinkt in Nachtclubs immer Sekt, korrekt
Und hat hier schon alle Männer abgecheckt
Im Scheinwerferlicht ihr junges Lächeln strahlt
Sie sieht gut aus und Schönheit wird bezahlt, ja

Sie stellt sich zur Schau für das Konsumprodukt
Und wird von Millionen Augen angeguckt
Ihr neues Titelbild ist einfach fabelhaft
Ich muss sie wiedersehen, ich glaub sie hat's geschafft


02. Kokain

Sind die Freunde mir gewogen
Die weisse Fee spannt ihren Bogen
Schiesst meiner Sorge ins Gesicht
Und auf den beiden Halften bricht
Der Vater aller Spiegel

Er winkt mir und ich beug mich vor
Er flustert leise in mein Ohr

Du bist das schonste Kind von allen
Ich halt dich wie mein eigen Blut
Du bist das schonste Kind
In mir ist auch das Bose gut

Die Neugier meinen Traum verlangert
Die weisse Fee sie singt und lacht
Hat gewaltsam mich geschwangert
Und trachtig qualt mich durch die Nacht
Der Vater aller Spiegel

Er winkt mir und ich beug mich vor
Er flustert leise in mein Ohr

Du bist das schonste Kind von allen
Ich halt dich wie mein eigen Blut
Du bist das schonste Kind
In mir ist auch das Bose gut

Und wie ich mich der Wehen wehre
Auf dem Kinderbett noch gehurt
Seh ich dabei zu wie ich gebare
Und fress die eigne Nachgeburt

Du bist das schonste Kind...


03. Alter Mann

Er wartet auf den Mittagswind
Die Welle kommt und legt sich matt
Mit einem Facher jeden Tag
Der Alte macht das Wasser glatt

Ich werf den Stein zu meinem Spass
Das Wasser sich im Kreis bewegt
Der Alte sieht mich traurig an
Und hat es wieder glatt gefegt

Im weissen Sand der alte Mann
Zitternd seine Pfeife raucht
Nur das Wasser und ich wissen
Wozu er diesen Facher braucht

Die Ahnung schlaft wie ein Vulkan
Zogernd hab ich dann gefragt
Den Kopf geneigt es schien er schlaft
Hat er bevor er starb gesagt

Das Wasser soll dein Spiegel sein
Erst wenn es glatt ist, wirst du sehen
Wieviel Marchen dir noch bleibt
Und um Erlosung wirst du flehen

Den Facher an den Leib gepresst
Im Todeskrampf erstarrt die Hand
Die Finger mussten sie ihm brechen
Der Facher bleibt zurueck im Sand

Den Alten ruf ich jeden Tag
Er mochte mich doch hier erlosen
Ich bleib zuruck im Mittagswind
Und in dem Facher kann ich lesen

Das Wasser soll dein Spiegel sein
Erst wenn es glatt ist wist du sehen
Wieviel Marchen die noch bleibt
Und um Erlosung wirst du flehen