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01. Sieg und ewig Leben
02. Schatten der Nacht
03. Das Dunkle aller Welten



01. Sieg und ewig Leben

Auf dem Felde bei sternenklarer Nacht
Unser einsamer Freund; der Mond scheint hell
Zigtausend Männer in Leder und Stahl
Zu erlösen die Toten von ihrer Qual
So haben wir uns bereit gemacht
Der Sturm rückt vorwärts ziemlich schnell
Schreit Fragen auf; antwortet doch nicht
Malt leichenfahl so manch Gesicht

Unser Kriegsschrei dringt in weite Ferne
Mit uns die Kraft der Sterne
Mutig und tapfer ein jeder Mann
so dass der Sieg nur unser werden kann
Die Klingen scharf, es blitzt der Stahl
Zu bereiten uns ein blutiges Mahl
Nach dem wir uns die Finger lecken
Die Scharen der Toten niederzustrecken

Ein einziger Mann tritt vor uns aufs Feld
Aus seinen Händen zucken Blitze; dunkelrotUnd aus der Tiefe steigen Gestalten
Beschworen von ihm durch höhere Gewalten
Die Wesen nicht von dieser Welt
Sind leblos längst und doch nicht tot
Es sind die Armeen vergangner Schlachten
Die nun geweckt durch ihn erwachten

Uns schluckt die tiefe Dunkelheit
Verschwunden ist der volle Mond
Als dieser Mann den Toten Leben gab
Hob er sich aus sein eignes Grab
Denn wir sind zu allem bereit
Um so vieles es zu kämpfen lohnt
Für die Toten wird es keine Zukunft geben
Für uns nur Sieg und ewig Leben

Für Ruhm und Ehre und noch mehr
Mit Schwertern der Gerechtigkeit
Werden wir sie alle belehren
Ins Reich der Toten zurückzukehren
Und als zerschlagen liegt sein Heer
Sind wir nahe der Unsterblichkeit
Doch die Sonn' begeht den bittren Raub
Der Nekromant zerfällt zu Staub
Der Wind ihn weht ins ferne Meer
Unsren Sieg trägt er ins Land sehr weit
Doch für viele Verwundete in Qualen
Sind es die letzten Sonnenstrahlen

Unser Kriegsschrei dringt in weite Ferne
Mit uns die Kraft der Sterne
Mutig und tapfer ein jeder Mann
so dass der Sieg nur unser werden kann
Die Klingen scharf, es blitzt der Stahl
Zu bereiten uns ein blutiges Mahl
Nach dem wir uns die Finger lecken
So waren wir dann der wahre Schrecken


02. Schatten der Nacht

Der Kampf am fernen Horizont
Geteilt von der schwarzen Front
Zwei Armeen in blauem Gewand
Niemand, der leiht seine schützende Hand
Bis das Meer die hohen Weiten tötet
Und ihr Blut den Himmel rötet
Und schwächer wird des Lichtes Macht
Überwältigt von der schwarzen Nacht

Wärmespendend, liebliches Tanzen
Verschönt es abends die Romanzen
Dies farbenfrohe Ungeheuer
Wagt mit sich das Spiel mit dem Feuer
Erzeugt ein Funkeln in den Augen
Spendet Kraft und will sie wieder rauben
Unaufhörlich ist sein Schlingen
Der Tod lässt seine Funken springen

Wenn die Sonne nicht mehr scheint
Alle Farben langsam schwinden
Der Himmel nur noch weint
Und strahlende Augen erblinden
Wenn keine Blume mehr erblüht
Münder nicht mehr lachen
Und trüb wird das Gemüt
Dann ist der Schatten am erwachen

Das feuchtfröhliche Wasser
Ist ein trockene Gebiete Hasser
Erzeugt so oft ein sanftes Rauschen
Dem viele Ohren gerne lauschen
Obwohl es scheint so klar
Spült es hinfort, was einst noch war
Und schon so manche stürmische Flut
Löschte vieler Leben Glut

So standhaft ist die Erde
Auf dass auf ihr vieles werde
Berge, Täler, Wiesen, Wälder
Lebewesen, Wüsten, Felder
Umarmt dich mit ihrer braunen Kluft
Und raubt dir schließlich dann die Luft
Schüttelt sich als heftiges Beben
Und nahm schon so manches Leben

Wenn die Sonne nicht mehr scheint
Alle Farben langsam schwinden
Der Himmel nur noch weint
Und strahlende Augen erblinden
Wenn keine Blume mehr erblüht
Münder nicht mehr lachen
Und trüb wird das Gemüt
Dann ist der Schatten am erwachen

Der unscheinbare Wind
Ist oft wie ein spielendes Kind
Wiegt Gräser hin und her
Und spielt mit den Wellen in dem Meer
Doch tritt er auf als tosender Sturm
Reißt er nieder Baum und Turm
Macht zunichte, was einst war am Leben
und wird es nie wieder zurückgeben

Wenn die Sonne nicht mehr scheint
Alle Farben langsam schwinden
Der Himmel nur noch weint
Und strahlende Augen erblinden
Wenn keine Blume mehr erblüht
Münder nicht mehr lachen
Und trüb wird das Gemüt
Dann ist der Schatten am erwachen

Wenn die Sonne nicht mehr scheint
Alle Farben langsam schwinden
Der Himmel nur noch weint
Und strahlende Augen erblinden
Wenn keine Blume mehr erblüht
Münder nicht mehr lachen
Und trüb wird das Gemüt
Dann ist der Schatten am erwachen


03. Das Dunkle aller Welten

Ich bin das Dunkel der Nacht
Ich herrsche bis der Tag erwacht
Doch dann erhellt ein Schein den Raum
Vertreibt aus meinem Kopf den Traum
Und ich erwache, seh das Licht
Meine Glieder spür ich nicht
Hab mich aus ewger Dunkelheit
am Ende schließlich doch befreit

Donnergrollen, Flügelschlag
Vertreiben das Böse jeden Tag
Wiegen alle Sorgen und Kummer
In tiefen Schlaf, in sanften Schlummer

Ich bin der Drache der tötet
Bis das Blut des Tages den Himmel rötet
Und der schwarze Schatten der Nacht
Mich beraubt und wieder ergreift die Macht
Schlaflos, rastlos, auf der Flucht
Saufen, fressen, manche Sucht
Bangen und hoffen auf bessere Zeiten
Die viel Wärme und Licht verbreiten

Bis der Sonne Honigglanz
Erreicht die dunklen Seelen ganz
Erst dann aus Seilen; seidenweich
Bau ich mir mein eignes Reich
Meine Wohnung, ein kleines Zimmer
Dort wohne ich für immer
Und gefangen in tiefer Dunkelheit
Verändert mich das Rad der Zeit

Ich war hässlich wie die Nacht
Doch nun bin ich im Traum erwacht
Ich bin gewachsen; ein anderes Ich
So vieles was zur Seite wich
Beflügelt nicht nur die Gestalt
So zärtlich meine Gewalt
Ein neuer Geist, ein neues Leben
Einfach über allem schweben

Ich war das Dunkle aller Welten
Bis Augen aus Seide alles erhellten
Und Donnergrollen ward zu Flügelschlagen
Die Schatten vertrieben an trüben Tagen

Donnergrollen, Flügelschlag
Vertreiben das Böse jeden Tag
Wiegen alle Sorgen und Kummer
In tiefen Schlaf, in sanften Schlummer
Donnergrollen, Flügelschlag
Wecken, was ich wirklich mag
Versetzen zärtlich viele Hiebe
Und streicheln wieder wach die Liebe

Ich war das Dunkle aller Welten
Bis Augen aus Seide alles erhellten
Obwohl der Weg aus dieser Finsternis
Mir anfangs schien so ungewiss
Hab ich ihn zu gehen doch gewagt
Kein Gedanke, der mich jetzt noch plagt
Bis Augen aus Seide alles erhellten
War ich das Dunkle aller Welten