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01. Urquell
02. Das Große Erwachen
03. Seines Glückes Schmied
04. Sturmes Ernte
05. Untergang



01. Urquell

Noch ruht in stiller Harmonie
Dicht gedrängte Energie
Als Auftakt der Unendlichkeit
aus einer ursprünglichen Singularität
Bilden sich, woraus die Welt besteht
Materie, Raum und Zeit

So ist im Ursprung dieser Welt
Das Universum in sich selbst geboren
Begann dann in sich mit seiner Expansion
Um sich noch bis heute auszudehnen
Ungezügelt noch in diesen Anfangstagen
Sucht es bis in weite Ferne
Doch findet den Anfang es im Dunkeln
Und verweilt so eine Ewigkeit

Der Menschenverstand zu eingeschränkt
Macht zur Wahrheit, was er sich ausdenkt
Doch die uns bekannten Welten
Sind nicht von einem Gott geschaffen
Werden wider der Meinung vieler Adamsaffen
Auch weiter über alle Götter gelten

Es maßt sich an der Mensch zu wissen
Was die Welt im Innersten zusammenhält
Auch wenn die scheinbare Wahrheit noch so grinst
Ists doch nur ein weitres Hirngespinst

Wer weiß schon, wo der Ursprung liegt
Und kennt den Quell, der alles schafft?
Sieht nicht der Wahrheit Angesicht
Weil es oftmals scheint zu skurril
Blendet aus, was er nicht sehen will
Und denkt sich aus jene neue Geschicht
Von einer unbegreiflichen Kraft
Mit der er am Ende über alles siegt

Wie später in des Menschen Welt
Folgten nach der Blüte dunkle Jahre
Der Fortschritt wurde eingestellt
Gebettet auf die Totenbahre

Doch das Zeitalter der Dunkelheit
Endete mit einem Funkeln
Es bildeten sich Galaxien und Sterne
So viele, dass wir sie nicht zu zählen wagen
Und uns doch häufig zu ihnen sehnen
Kannte der Zufall seinen Weg denn schon?
Realitäten zu öffnen wie bloße Tore
Doch seht selbst, womit alles steht und fällt


02. Das Große Erwachen

Der große Wald
Wachte über die Welt so alt
Seine Herrschaft schon seit Anbeginn
Bestimmte auf der Erde das Leben

Und doch schon bald
Erwachte eine andre Gewalt
Ab da war aller Frieden dahin
Wesen so kalt, Macht ihr einzges Streben

Aus der Öde karg und leer
Wuchs einst ein grünes Meer
Winzig und auch riesenhaft
Veränderte es die Landschaft
Und was zuvor noch nicht gewesen
Bot Heim und Schutz den Lebewesen
Dies nahtlos ineinander greifen
Ließ dann die Welt noch weiter reifen

Existent und nicht nur Traum
Gab es Magie an allen Orten
Sie erweckte auf vielen Wegen
Überall manch neues Leben
Die Welt sie war ein Segen
So wie sie uns gegeben
Beschreiben mit den unsren Worten
Kann man diese alte Kraft doch kaum

Sieh heute die Menschenscharen
Lebten in Wäldern noch vor fernen Jahren
Konntest du jemals durch das Wasser sehen
Unbekümmert durch die Wälder gehen
Kannst du dich erinnern an dies Paradies?
Warum der Weg in eine andre Richtung wies?
Und man stetig folgte ihm so stur
Hinfort vom Einklang mit der Natur?

Ich lass die Träume vorübergehen
Male nicht mehr alles schön
Trete weiter die Erde mit Füßen
Werde es schlussendlich büßen
Noch herrscht vor dem Sturm die Ruh
Augen und Ohren bleiben zu
Werde einfach immer weitermachen
Bis es kommt, das große Erwachen

Doch sie erwacht täglich aufs Neue
Schöpft aus ihrer eignen Asche Kraft
Und die Welt, die wir so gerne sehn
Trotzt noch so manchen Widrigkeiten
Überlebt selbst harte Zeiten
Doch wird sie irgendwann vergehn
Und ist erst die Natur dahingerafft
Bleibt übrig nur noch wahre Reue


03. Seines Glückes Schmied

Illusionen, bittere Lügen
Sich verstellen und betrügen
Wir schaffen uns unsere eigene Welt
Sind zwar nicht Geschöpfe unserer Situation
Fristen dennoch ein Leben in Fiktion
Sehen nur das, was uns gefällt
Immerfort den Blick mit Träumen trügen
Einst wird sich ein Teil zum andern fügen

Man sagt: Jeder ist seines Glückes Schmied
Und hat die Chance frei auszuwählen
Welche Abzweigung er nehmen wird
Und jede weitere Möglichkeit besteht
Fortan in einer paralleln Realität

Der Baum er wächst ganz unbeirrt
Um von seinen Abenteuern zu erzählen
Ähnlich und doch mit feinem Unterschied

Was der Mensch noch nicht versteht
Er lebt allein in seiner Realität
Auch wenn er sich gern über alles stellt
Ist er doch nur Mutter Erdes Sohn
Spielt im Lied der Zeit nur einen leisen Ton
Und denkt er wüsst was wirklich zählt
Wie die Welt sich scheinbar weiterdreht
Und doch viele verschiedene Wege geht

Der Wurm, er lebt in seinem Loch
So hoch voll Mut und kann nicht fallen
Erhaben auf seinem Luftschloss sitzend
Steht er aus seiner Asche wieder auf
Beginnt zeitversetzt erneut den Lauf
Im Nachhinein das Geschehen verändernd
Indem er fremdes Wissen schafft vor allen
Erzeugt er ungewollt der Welt ein Joch

Wenn du könntest, würdest du nicht daran denken
Das Tor zu öffnen in eine andere Zeit
Zu beschreiten den Weg in die Vergangenheit
Gar zu versuchen das Geschick der Welt zu lenken?


04. Sturmes Ernte

Schier endlos scheint der Krieg
Das Blut es quillt aus ihren Adern
Siecht nur noch bis zum Tode hin
Denn sie kann sich nicht mehr wehren

Was trägt nach Haus den Sieg?
Die Sicherheit verdrängt das Hadern
Zerstörung prägt das Weltenbild.
Nur wohin wirst du nach Hause kehren?

Die Landschaft wirkt so grau
Das Feuer bringt nur Asche
Saugt gierig Blut und Tau
Die Vergangenheit verwaschen

So kommt einst am schönsten Tag
Der finale Schlag
Und der Erde volle Pracht
Wird zunichte über Nacht
Wenn alles zusammenbricht
Erlischt jeglich Licht
Der Welt tiefe Düsternis
Bleibt als letztes Zeugnis

Die Luft, die wir atmen, stickig und kalt
Das Wasser, das wir trinken, süßes Gift
Die Flüsse färben sich rot vom Blut
Sturm ist der Wind, den wir ernten

Schön war sie einstmals die Erde so alt
Und wir dachten, dass es uns nicht betrifft
Von der Natur uns gegeben jegliches Gut
Doch das war es nicht im Entfernten

Krieg und Zerstörung, die Welt wird unser sein
Für Macht und Reichtum, reihen wir uns ein
Die Schlacht sie tobt, keiner wird verschont
Der Sieg er naht, wir werden reich belohnt
Ein Stück Geschichte, die das Leben schreibt
Bloße Zerstörung, ist was übrig bleibt
Doch dieses Mal sind wir zu weit gegangen
So bleibt der Himmel schwarz verhangen

Nun gibt es nichts mehr von alledem, was einstmals wichtig war
Nur noch alles verzehndes Feuer stellt sein Schauspiel dar
Feuer, Asche und Rauch, die Welt sie steht in Flammen
Den Untergang der Menschheit, wir beschworen ihn zusammen


05. Untergang

Die Sonne brennt vom Firmament
Die Welt befindet sich im Wandel
Mit Namen Mensch, ein edler Held
Hat solch wahrhaft große Tat vollbracht
Dass er sie gar selbst nicht mehr erkennt
Dabei war es immer ein so schöner Handel
Mit allem, was es gab einst in der Welt
Ihm stetig brachte Geld und Macht

Zu Veränderungen hat er sich nie bequemt
Hat wissentlich die Welt verschandelt
Sieht ihr noch zu, wie sie zerfällt
Doch nun hat sie das letzte Mal gelacht

Die Folgen schonungsloser Ausbeutung von Mensch und Natur
Im Sterben mancher Arten ihren Anfang fanden
Doch der Kurs führt weiter vorwärts stur
Und wird das Antlitz der Welt verwandeln

Schleichend vergiften wir schon seit Jahren
Das Wasser, die Erde, Natur und die Luft
Mordend uns selbst sind wir auch nur Barbaren
Begeben uns tiefer in unsere Gruft

Tod! Tod! Den Erdenwesen
Als Menschen sind nur wir auserlesen
Tod! Tod! Allen Geschöpfen
Die Erde werden wir noch weiter schröpfen

Zerrinnt erst der Erde Lebenskraft
Wird sich auf ihr jegliches Dasein verlieren
Brausen eisige Winde über die Lande hinweg
Wütende Fluten zerstören die Küsten
Debende Erde wird das Inland verwüsten
Dieses durch Menschen begangene Sakrileg
Wird unseren Helden dann nicht mehr amüsieren
Doch hat er sich damit selbst bestraft

Die Welt sie brennt, kein friedlich Land
Das Wasser löscht nicht, löscht nur Leben
In Fluten nimmer endend mit eisiger Hand
So wie heute wird es die Erde nicht mehr geben

Unsere Erde kämpft ums Überleben
Doch das ist von uns ihr nicht gegeben
Und wenn am Ende alles vergeht
Bleibt uns nur ein toter Planet