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01. Quatembersturm
02. Modranecht
03. Winterepiphanie



01. Quatembersturm

Schwer stürzen nachtschwarze Fluten
Durch weiss erstarrtes Tannendickicht
In wirr aschgraues Schleierbranden

Gierend nach Finsternis
Frosthungrig jagend
Quälenden Durst
Mit Raureif zu tilgen

Begierig tiefer durch klammtaubes Fleisch
Gräbt grimmig der Wind sich ins Antlitz
Presst eisiges Brennen bis in die Knochen

Zwischen den Stämmen
Ein Rauschen
Wie Gesang
Verendender Engel

Gierend nach Finsternis
Frosthungrig jagend
Quälenden Durst
Mit Raureif zu tilgen

An Bedrängnis sattgetrunken
Ruhend horchen in dräuende Schatten
Hingestreckt in befremdliches Glitzern


02. Modranecht

Frost schwemmt das Land
Bricht das Licht
Deckt den Grund

Winter regiert
Schreitet kalt
Durch das Tal

Nebel verschlingt
Wald und Flur
Schluckt den Blick

Schwer sinkt die Nacht
In den Dunst
Und erstarrt

Irrend durch Gründe
Erfrorener Finsternis
Strauchelnd in Schlünde
Verloren im Ungewiss

Durch die Tannen rauscht ein Raunen
Aus den Felsen stieren Augen
In den Hängen geht es um
Was Atem hat wird bang und stumm


03. Winterepiphanie

Bedrohlich schweres Gewölk
Drängt zwischen die Grate

Wütender Sturm
Rast durch die Tobel
Reisst mit sich das Licht
Stösst tief die Furcht
Ins bebende Herz

Urgewaltig höhnen Geister
Wild jagend im schroffen Gestein
Unerbittlich zieht das Dunkel
Beklemmend über die Ödnis herein

Nebel hetzen
Über karge Gipfel
Entschwinden lautlos
In die Tiefen der Nacht

Berge erzittern in dieser Stund'
Donner bebt ins dunkle Tal
Das letzte Licht
Begraben im schwarzen Dunst

Angst zuckt wie Blitze
Unheil bricht über die Felsen
Inmitten der Kälte
Inmitten des Sturms